Knochennadel
Details:
– Material: Tierknochen
– Länge: ca. 10 cm
– Geeignet für viele Epochen: Steinzeit, Antike, Frühmittelalter
Diese robuste Stricknadel / Nähnadel aus Tierknochen wird hauptsächlich zum Nadelbinden (Nålebinding) verwendet. Sie unterscheidet sich von modernen Stricknadeln durch das Loch zum Durchfädeln des Fadens. Im Gegensatz zu modernen Nähnadeln ist sie außerdem viel breiter und hat eine stumpfe Spitze, so dass man nicht versehentlich durch das Wollgarn stechen kann.
Die Knochennadel eignet sich hervorragend für die Herstellung historischer Kleidungsstücke wie Mützen und Handschuhe. Die ältesten nadelgebundenen Funde stammen aus der Steinzeit. Damit ist das Nadelbinden eine der ältesten Handarbeitstechniken und der Vorläufer des Strickens und Häkelns. Die Funde fürs Nadelbinden reichen bis ins Frühmittelalter, somit können zum Beispiel auch Textilien der Antike und der Wikingerzeit rekonstruiert werden.
Beim Nadelbinden wird im Gegensatz zum Stricken mit nur einer Nadel gearbeitet. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass keine Laufmaschen entstehen können, da die einzelnen Maschen beim Nadelbinden ‚verknotet‘ werden. Zudem wird das Garn für jede Maschenreihe geschnitten, was das Nadelbinden besonders gut zur Verwertung von Garnresten macht. Das fertige Gewebe zeichnet sich durch seine dichte, feste Struktur aus.
Diese Nadel aus Knochen kann auch als große Nähnadel verwendet werden, allerdings nur für Strickarbeiten mit weiten Maschen und elastischen Fäden, da sie ansonsten aufgrund ihrer stumpfen Spitze durch das Material dringt und durch ihre Breite Löcher im Gewebe hinterlässt.
























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